Bodendenkmal Bayern Karte (2026):
Der Online-Denkmal-Atlas
Offizielle Kartierung für Bayern. Anleitung zum Denkmal-Atlas für Bauherren, Sondengänger & WMS-Daten für
QGIS-Profis.
🏛️
BLfD Daten🛰️
GIS & LiDAR🔄
Update: March 2026
Fachbericht: Digitale Denkmalkartierung und Archäologierecht in der bayerischen Baupraxis (2025/2026)
Die Identifikation, Sicherung und Erhaltung von Bodendenkmälern hat sich im Freistaat Bayern im Zeitraum von
2025 bis 2026 zu einem hochgradig digitalisierten Prozess entwickelt, der tief in die Abläufe der
Immobilienwirtschaft und der Ingenieurplanung integriert ist. Als Grundlage für alle planerischen
Entscheidungen dient das Bayerische Denkmalschutzgesetz (BayDSchG), welches die rechtliche
Verbindlichkeit für den Umgang mit dem kulturellen Erbe im Boden definiert. In der Fachpraxis agiert das
Bayerische Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) als zentrale Fachbehörde.
Das Herzstück der digitalen Denkmalpflege bildet das Fachinformationssystem (FIS), in dem sämtliche
bekannten Bau- und Bodendenkmäler Bayerns flächenscharf erfasst sind. Für die Immobilienwirtschaft und das
Bauingenieurwesen ist dabei die Unterscheidung zwischen der nachrichtlichen Denkmalliste und dem
tatsächlichen Denkmalstatus von essentieller Bedeutung. Objekte sind bereits geschützt, wenn sie die
Kriterien des Art. 1 Abs. 1 BayDSchG erfüllen – auch wenn sie (noch) nicht auf der Karte verzeichnet sind.
Anleitung: Bodendenkmäler in Bayern kostenlos online prüfen
Der BayernAtlas stellt die primäre Nutzerschnittstelle für die visuelle Verortung von Bodendenkmälern auf
spezifischen Grundstücken dar. Die Aktivierung der relevanten Fachlayer erfordert eine präzise Navigation
durch die hierarchischen Menüstrukturen der Regierungswebseite.
Schritt 1: Flurstück oder Adresse im
BayernAtlas suchen
Nach dem Öffnen des Portals erfolgt die räumliche Eingrenzung über das Suchfeld. Hier können
Adressen, Flurstücksnummern oder auch Denkmalnummern (Aktennummern) eingegeben werden, um den
Kartenausschnitt auf Ihr Zielobjekt zu fokussieren.
Schritt 2: Den Layer "Bodendenkmal" richtig
aktivieren
Navigieren Sie im Hauptmenü zu „Themen“ und wählen Sie die Kategorie
„Planen und Bauen“. Klicken Sie dort auf „Denkmaldaten“ und setzen
Sie den Haken bei „Bodendenkmal“. Die betroffenen Flächen werden sofort rot markiert.
Navigationsschritt
Menüpunkt /
Kategorie
Resultat
1
Suche (Adresse/Flurstück)
Fokus auf das Grundstück
2
Menü öffnen / Themen
Zugriff auf Fachlayer-Bibliothek
3
Planen und Bauen
Auswahl des baurelevanten Bereichs
4
Denkmaldaten
Anzeige der verfügbaren Denkmaltypen
5
Häkchen bei „Bodendenkmal“
Rote Flächensignatur in der Karte
🏛️ Interaktive Bodendenkmal Karte Bayern: Der digitale Denkmal-Atlas 2026
Willkommen auf dem hochpräzisen Analyse-Portal von hartilidar.eu. Unser interaktiver
Viewer kombiniert die offiziellen Datensätze des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege (BLfD) mit
modernster Google-Satellitentechnologie.
Nutzen Sie den Viewer, um rote archäologische Schutzzonen zu identifizieren, in denen
Erdarbeiten einer speziellen Erlaubnis bedürfen, sowie historische Ensembles und Einzeldenkmale direkt
im Hybrid-Modus mit aktuellen Luftbildern zu vergleichen.
🏛️ Bayern Denkmal-Atlas
Entdecken Sie archäologische Bodendenkmäler, Baudenkmale und historische Ensembles im Freistaat
Bayern.
Prüfen Sie geschützte Zonen direkt über unsere interaktive LiDAR- & WMS-Schnittstelle.
Was bedeutet ein Bodendenkmal für Bauherren und Käufer?
Das Bayerische Denkmalschutzgesetz (BayDSchG) statuiert klare Verhaltensregeln. Für Bauherren und Investoren
ist es essentiell, zwischen geplanten Eingriffen in bekannte Denkmäler und unerwarteten Zufallsfunden zu
unterscheiden. Wer Erdarbeiten in roten Bereichen plant, benötigt eine denkmalschutzrechtliche Erlaubnis
gemäß Art. 7 Abs. 1 BayDSchG.
Meldepflicht und Baustopp bei archäologischen Funden
Sollten während regulärer Bauarbeiten ohne vorherige Auflagen Bodendenkmäler entdeckt werden, tritt Art. 8
BayDSchG in Kraft. Das Übersehen einer markierten Zone im Denkmal-Atlas kann zu einem sofortigen Baustopp
und Bußgeldern führen.
📢
Anzeigepflicht
Art. 8 Abs. 1 BayDSchG: Sofortige Meldung an UDB oder BLfD bei Funden.
🛑
Arbeitsunterbrechung
Art. 8 Abs. 2 BayDSchG: Der Fundort muss 1 Woche unverändert bleiben
(Baustopp).
💶
Kostentragung
Art. 7 Abs. 1 BayDSchG: Kosten für Bergung und Dokumentation trägt der
Bauherr.
Das bayerische Schatzregal 2026 (Art. 9 BayDSchG)
Seit Juli 2023 gilt in Bayern das Schatzregal. Bewegliche Bodendenkmäler, die herrenlos oder verborgen
waren, werden mit der Entdeckung automatisch Eigentum des Freistaates Bayern.
Grundstückseigentümer haben unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf einen finanziellen Ausgleich
(gemessen am Verkehrswert abzgl. Restaurierungskosten, Bagatellgrenze: 1.000 Euro).
Regeln für Sondengänger (Metalldetektor) in Bayern
In Bayern ist das „Sondengehen“ streng reglementiert, um den Schutz von Befundzusammenhängen (Stratigrafie)
zu gewährleisten. Die interaktive Karte dient als unverzichtbarer Sicherheits-Guide für Hobby-Archäologen.
🚫 Sperrzonen: Wo die Suche streng verboten ist
Gemäß Art. 7 Abs. 7 BayDSchG ist der Einsatz technischer Ortungsgeräte (Metalldetektoren, Magnetometer etc.)
auf Grundstücken, die in der Denkmalliste als Bodendenkmal (rot markiert) verzeichnet sind,
grundsätzlich verboten.
Für Privatpersonen ist die Suche auf Denkmälern komplett untersagt.
Auch außerhalb bekannter Denkmäler ist das gezielte Suchen erlaubnispflichtig.
Verstöße können mit Bußgeldern von bis zu 5.000.000 Euro geahndet werden.
Jeder archäologische Fund muss unverzüglich (mit präzisen GPS-Koordinaten) gemeldet werden.
WMS-Dienste & LiDAR: Archäologie-Daten für Profis (QGIS)
Für die Integration in professionelle Geoinformationssysteme (GIS) wie ArcGIS oder QGIS stellt das BLfD
standardisierte Web-Dienste bereit. Diese erlauben es Ingenieurbüros, Denkmaldaten direkt in
CAD/GIS-Umgebungen zu laden.
Bayerischer Denkmal-Atlas als WMS in QGIS
importieren
Verborgene Strukturen mit Digitalen
Geländemodellen (DGM) erkennen
Der amtliche Denkmal-Atlas zeigt ausschließlich bereits entdeckte Bodendenkmäler. Durch den
Einsatz von hochauflösenden LiDAR-Scans (Light Detection and Ranging) in Kombination mit digitalen
Geländemodellen (DGM) können Ingenieure und Archäologen jedoch noch unbekannte Ruinen, Wälle und Gräben
selbst unter dichtem bayerischen Wald aufdecken, lange bevor der Bagger anrollt.
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