Definition und Grundlagen
Ein Digitales Geländemodell (DGM) ist eine digitale Darstellung der Erdoberfläche, die ausschließlich die Form des Geländes beschreibt – also ohne Gebäude, Vegetation oder andere Objekte. Dabei wird das Gelände durch eine Vielzahl georeferenzierter Punkte dargestellt, die in einem regelmäßigen Raster organisiert sind. Jeder dieser Punkte besitzt präzise Koordinaten und eine Höheninformation. Dadurch entsteht ein mathematisches Modell der Landschaft, das für Analysen, Simulationen und Visualisierungen genutzt werden kann.
In der Praxis bedeutet das: Statt nur eine flache Karte zu betrachten, kann man mit einem DGM das Terrain dreidimensional analysieren. Täler, Hügel, Steigungen oder Flusstäler lassen sich exakt berechnen und visualisieren. Für viele Fachbereiche ist das unverzichtbar – von der Stadtplanung über Umweltforschung bis hin zur Telekommunikation.
Digitale Geländemodelle werden heute meist automatisch erzeugt. Moderne Vermessungsbehörden nutzen Laserscanning-Technologien, die Millionen von Messpunkten sammeln. Diese Daten werden anschließend verarbeitet, gefiltert und zu einem Rastermodell zusammengesetzt. Das Ergebnis ist ein extrem präzises Abbild des Terrains, das sich sowohl für großräumige Analysen als auch für hochauflösende lokale Anwendungen eignet.
Ein weiterer Vorteil von DGM-Daten ist ihre Skalierbarkeit. Man kann sie für kleine Flächen – etwa ein Baugrundstück – oder für ganze Länder verwenden. Dadurch sind sie zu einem fundamentalen Bestandteil moderner Geoinformationssysteme (GIS) geworden.